Genussvoll Wandern & Gravelbiken: 13. Bloggerwandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Wer hier schon länger dabei ist, weiß: Ich liebe Regionen, die als Underdog gelten. Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich im Rahmen des Bloggerwanderns mit ins Hunsrück kommen möchte. Nichts lieber als das! Also fix mit Bus & Bahn in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, der von Köln wirklich super zu erreichen ist. Dort angekommen hat mich ein grandioses Wochenende mit anderen Outdoor-Begeisterten, äußerst leckerem Essen und abwechslungsreichen Touren erwartet.
Anreise: Mit Bus & Bahn in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Ich fahre gerne Bahn. Und weil das so ist, war ich super froh, dass ich ganz entspannt mit dem Zug (und dem Bus) in den Nationalpark fahren konnte. Los ging’s in Köln mit der RB 26 auf meiner Lieblingsstrecke immer den Rhein hoch. In Ingelheim bin ich dann in den RE3 nach Saarbrücken umgestiegen. In Neubrücke (Nahe) habe ich dann die anderen Blogger*innen getroffen und gemeinsam ging’s mit dem Nationalpark-Bus weiter. Das ist ein ganz normaler Linienbus, den man auch mit dem Deutschland-Ticket nutzen kann. Und das Beste: Er hat einen Radanhänger. Also fix Fiete hintendrauf geschnallt und los zum ersten Spot.

Bloggerwandern Tag 1: Grandiose Ausblicke und feinster Schotter – Wildenburg und Nationalpark-Route
Am frühen Nachmittag erreichen wir den ersten Spot unseres gemeinsamen Wochenendes: Die Wildenburg. Hier ist eins der Nationalpark-Tore, wo es Infos zum Nationalpark, ein Café und einen Wildpark gibt. Bei leckerster regionaler Küche vom Hotel zur Post lernen wir nicht nur uns, sondern auch die Region kennen. Mir wird schnell klar: Hier gibt’s viele kleine Abenteuer zu erleben. Das erste Highlight lässt auch nicht lange auf sich warten: Es geht hinauf auf die Wildenburg. Von hier hat man eine grandiose Aussicht auf den Nationalpark.





Wider unten wurde ich fast ein wenig neidisch: Die anderen haben ihre Leih-Fahrräder bekommen – sehr schöne, schnelle Gravel-Bikes. Gemeinsam sind wir ein Stück über die Nationalparkroute gefahren – dazu aber in einem anderen Artikel mehr. Ich war total beeindruckt von den anderen, die teilweise das aller erste Mal auf so einem Rad saßen. Es ging nämlich direkt ins Gelände. Auf feinsten Schotterwegen ging es über die sanften Hügel des Hunsrücks, mal durch den Wald, mal durch die offene Landschaft. Alle haben sich aber wirklich super geschlagen – Respekt!
Ziemlich glücklich haben wir dann nach gemütlichen 14km das Hotel Steuer erreicht, das für das Wochenende unser Zuhause sein wird. Nachdem uns die Küche mit einem Drei-Gänge-Menü rundum verwöhnt hat, bin ich ziemlich müde aber glücklich ins Bett gefallen.









Bloggerwandern Tag 2: Der leckerste Wanderweg Deutschlands und Kunst am Berg – Lecker Pfädchen & Erbeskopf
Der zweite Tag beginnt, wie ich mir Wanderurlaub immer vorstelle: Mittelmäßig früh aufstehen, lecker frühstücken und Proviant einpacken. Und dann pünktlich in den Linienbus springen. Es geht auf die Traumschleife „Lecker Pfädchen„, einer der ersten zertifizierten Genusswanderwege Deutschlands. Das Beste? Zum Start in Thalfang kann man ganz entspannt mit dem Bus fahren. Und überall am Weg gibt es Pausenplätze, wo man sich für ein paar Euros Getränke kaufen kann. Teilweise sogar aus dem Solar-Kühlschrank. Gezahlt wird auf Vertrauensbasis. Wie schön ist das denn!













Der Weg ist unglaublich abwechslungsreich: Es geht an gluckernden Bächen entlang, über Wiesen und Felder, über Hügel und Täler. Immer mal wieder gibt es tolle Ausblicke über das hügelige Hunsrück. Unsere Wanderführerin Petra erzählt uns viele Anekdoten aus ihrem Leben hier im Hunsrück, zeigt uns wilde Kräuter und steht uns geduldig Rede und Antwort. Wir halten immer wieder an den Pausenplätzen an und probieren die lokalen Getränke. Gegen Mittag erreichen wir die Burg Dhronecken, wo ein leckeres veganes Picknick von angeregtes. Wenn man in einer Gruppe wandert, kann man sich so das Schleppen des Mittagessens sparen. Wie unglaublich praktisch. Gut gestärkt ging’s wann zurück zum Anfang der Tour – es ist schließlich ein Rundwanderweg.
Du willst noch mehr zur Traumschleife Lecker Pfädchen wissen? Ich habe einen ausführlichen Blogartikel dazu geschrieben: Deutschlands leckerster Wanderweg.














Danach wurden wir mit Autos zum Erbeskopf gebracht – das ist der höchste Punkt von Rheinland-Pfalz und somit auch vom Hunsrück. Oben auf dem Berg steht die Windklang-Skulptur, von der man einen grandiosen Ausblick über die ganze Gegend hat. Wir wandern schnell runter zum Nationalpark Tor am Erbeskopf, wo eine spannende Indoor und eine ebenso spannende Outdoor-Ausstellung auf uns Wartet. Drinnen geht’s viel um die Tiere und Pflanzen hier im Nationalpark. Draußen steht Nachhaltigkeit im Fokus. Beides wirklich spannend gemacht – eine wirkliche Empfehlung!
Der Erbeskopf ist mit dem Bus super zu erreichen, sodass es ganz entspannt mit dem ÖPNV zum Hotel zurück ging. Hier wartete in der Grillhütte des Dorfes ein ausgesprochen leckeres Grillbuffet und ein Lagerfeuer auf uns. Draußen prasselte der Regen und drinnen wärmten wir uns am Feuer und quatschen noch lange.








Bloggerwandern Tag 3: Wanderung zur Kirschweiler Festung – Eine Festung, die keine ist
Was macht ein gutes Wander-Hotel aus? Es sollte ein paar schöne Wanderwege direkt vor der Haustür haben. Wie gut, dass direkt vor dem Hotel Steuer ein paar Wanderwege beginnen. Einer davon führt hoch auf die Kirschweiler Festung.
Nach dem Frühstück holt uns ein Ranger direkt am Hotel ab und begleitet uns den Tag. Die Tour ist wieder genauso abwechslungsreich, wie die davor: Es geht über Wiesen und Felder, durch dichte und lichte Wälder immer weiter den Hügel hoch. Unser Ranger erklärte uns dabei einiges über die Landschaft: Z.B. wie der Borkenkäfer die Monokulturen befällt und wie im Nationalpark die umgefallenen Bäume einfach liegen gelassen werden. Die Natur wird es schon regeln. Etwa auf halber Strecke erreichen wir die Kirschweiler Festung (Wikipedia). Das ist aber keine Festung, wie man sie sich vorstellt. Es ist vielmehr ein riesiger Felsen, auf dem man herum klettern kann und von dem man eine grandiose Aussicht über den Hunsrück hat. Wo der Name herkommt, ist nicht ganz klar. Klar ist jedoch, dass die Kelten hier eine Kultstätte hatten. Kann man nicht verübeln.














Nach einer lange Fotopause geht’s auf die letzten Kilometer für das Bloggerwandern: Es folgt der Abstieg zum Golfplatz (Google Maps), wo das Mittagessen auf uns wartet. Und dann heißt es auch schon: Abschied nehmen vom Hunsrück und der grandiosen Gruppe. Hat das Spaß gemacht. Und eins ist mir nach den drei Tagen Bloggerwandern im Hunsrück klar: Grandiose Aussichten gibt’s hier viele zu entdecken.
Danke
Vielen Dank an Rheinland-Pfalz erleben, dass ich dieses Jahr beim Bloggerwandern dabei sein durfte. Ebenso vielen Dank an die Unterkunft Hotel Steuer in Allenbach. Und natürlich auch Danke an die Küche und Köch*innen, die uns so gut versorgt haben: Angeregtes, Hotel zur Post, Green – Restaurant am Golfplatz. Vielen Dank auch an Meier Sports, für die tollen Wanderhosen und an das Nationalpark Amt und die Wanderführerin, die wir mit allen Fragen löchern konnten.

Der leckerste Wanderweg Deutschland: Traumschleife Lecker Pfädchen - Abenteuer vor der Haustür
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