Wandern in der Eifel: Gerolsteiner Felsenpfad
Die Eifel ist absolut kein Geheimtipp mehr, wenn man aus Köln und Umgebung kommt. Sie ist allerdings so gut zu erreichen, dass es mich immer wieder dorthin zieht. Anfang des Jahres lag eine gehörige Portion Schnee und so war klar: Das Wochenende geht’s zum Wandern in die Eifel. Hier gibt es unzählige Wanderwege, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ich finde allerdings die große Auswahl etwas tückisch, denn so muss man sich doch vorab gut informieren, um einen Wanderweg zu finden, der zu einem passt. Wenn du Bock auf Höhenmeter, schöne Aussichten und schmale Pfade hast, bist du beim Gerolsteiner Felsenpfad richtig!
Die Gegend rund um Gerolstein wird auch Gerolsteiner Dolomiten genannt. Weil hier ebenso wie in der Alpenregion Felsen aus Dolomit in den Himmel ragen.

Anreise
Der Weg startet direkt am Bahnhof in Gerolstein – perfekt also, um mit der Bahn anzureisen. Achtung: Noch immer gibt es Bauarbeiten nach der Flut 2021 an der Strecke – also check vorher, ob dein Zug auch so wie gewünscht fährt! Ansonsten gibt’s natürlich die Ersatzbusse, die brauchen aber deutlich länger.
Der Rundweg: Gerolsteiner Felsenpfad
Ich bin den Rundweg in die entgegengesetzte Richtung gelaufen. Schon am Bahnhof gibt es ausreichend Hinweis-Schilder, die ein Verlaufen sehr schwer machen. Gerolstein liegt in einem Tal der Kyll. Hoch oben über der Stadt ragen imposante Felsen hinauf. Und ein paar sind das heutige Ziel. Zunächst erklimme ich einige Höhenmeter, während ich die Stadt verlasse. Aber der erste Aussichtspunkt lässt nicht auf sich warten: Von der Munterley kann man auf die Stadt, den Fluss und die Felsen auf der anderen Seite schauen. Dort gibt es auch einen Rundweg (den Gerolsteiner Keltenpfad) und theoretisch kann man beide zu einer Acht verbinden.
Es geht auf dem Plateau weiter über schmale Pfade durch den Wald. Ich war im Winter da und teilweise waren die Anstiege etwas glitschig. Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten: Eine Höhle, so groß dass man sie locker begehen kann.











Weiter geht’s über die sanften Hügel der Vulkaneifel. Man kann das Gerolsteiner Werk sehen, für das der Ort so berühmt ist. Überall gibt es Hinweisschilder, die auf die besondere geologische Situation rund um Gerolstein hinweisen. Immer wieder ragt der Dolomit-Felsen in den Himmel empor. Ziemlich beeindruckend. Das alles war hier mal Meeresboden.
Es gibt ehemalige Vulkankrater, Gesteinsschichten und weite Aussichten zu bestaunen. Der Weg ist abwechslungsreich und gut ausgeschildert. Kurz vor dem Ende erreiche ich die Kasselburg. Hier gibt’s einen Tierpark und sogar ein paar Überraschungsmöglichkeiten. Und dann geht’s ein letztes Mal an den steilen Felsen vorbei in Richtung Tal. Es wird schon dunkel und daher beeile ich mich ein wenig,halte aber gebannt inne, als ein Fuchs meinen Weg kreuzt. Wow. Ich hab schon lange keinen Fuchs mehr gesehen.
In Gerolstein geht’s über viele Treppen hinunter zum Bahnhof. Ich hab noch etwas Zeit und daher laufe ich noch eine kleine Schleife zur Quelle direkt in der Stadt. Diese ist aber während des Winters ausgestellt und so kann ich kein Quellwasser probieren. Schadeschokolade.

Na, wer findet den Fuchs auf dem Foto oben?
Die Strecke auf Komoot
Andere Wanderwege in der Eifel
Falls du Abwechslung suchst, Lust hast unterwegs einzukehren und eine Burgruine zu besichtigen, dann bist du bei der Wanderung Monrealer Ritterschlag genau richtig!
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